Homöopathischer Rundbrief 

Fibromyalgie Teil I


Gar nicht so selten tauchen bereits in jungen Jahren erste Symptome auf. Bis die Diagnose tatsächlich gestellt ist vergehen meist viele Jahre.
Die Fibromyalgie, einst „Weichteilrheuma“ genannt, ist ein „Chamäleon unter den Erkrankungen“.
Meist sind die Symptome anfangs unspezifisch und nicht klar zuzuordnen. Abgeschlagenheit und Schmerzen ohne Veränderungen im Blutbild oder auf dem Röntgen führen den einen oder anderen Patienten schließlich zum Psychologen.
Aus meiner Erfahrung sind häufig Menschen betroffen, die mit den Themen „Hochsensibilität“ und „Trauma“ in Verbindung stehen.

Erst seit dem Jahre 2003 erhielt die Fibromyalgie eine Ziffer (M79.7) im ICD-10 und ist damit als „Erkrankung“ (sonstige Erkrankungen des Weichteilgewebes) anerkannt.
Vor dieser Zeit und auch heute noch durchlaufen viele Patienten einen jahrelangen Marathon von Arzt zu Arzt, bis die Diagnose gestellt wird und gezielte Therapieangebote beginnen.
 
Im Jahre 2019 eröffnete Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede (Neurophysiologe am Centrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim) seine Eröffnungsrede einen Schmerzspezialisten Kongress in Wiesbaden mit den Worten:
 
 
Zitat:
„Wir alle haben die Erkrankung noch nicht vollständig verstanden.“
Doch die medizinischen Fachgesellschaften sehen im Dauerschmerz nicht mehr ein Symptom, vielmehr sei durch eine Störung der endogenen Schmerzkontrolle, der Schmerz selbst die Erkrankung.
Prof.Rolf-Detlef-Treede 
Die vielen Gesichter der Fibromyalgie – Fibromyalgie, was ist das?

Definition: 

Muskel-Faser-Schmerz, nach ICD 10 eine Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems (M79.7), auch Weichteilrheumatismus genannt. Ursächlich wird eine Störung der Schmerzverarbeitung in Betracht gezogen. Die korrekte Bezeichnung lautet nicht Diagnose: „Fibromyalgie“, sondern: „Fibromyalgie-Syndrom / FMS“. Im Unterschied zu rheumatischen Erkrankungen bei denen Schädigungen an den Gelenken mittels Aufnahmeverfahren nachweisbar sind kommt es durch die FMS selbst zu keinen bleibenden Schäden im strukturellen Bereich des körperlichen.

Leitsymptome: 

o   Schmerzen am ganzen Körper oder in Teilbereichen
o   Schmerzen in der Wirbelsäule (Hals, Brust, Lendenwirbel)
o   Schmerzen in großen Gelenken (Hüfte, Schulter, Knie, Handgelen)
o   Schmerzen mit und ohne Schwellung, oft sind es nur kleinste Anzeichen auf „Wasseransammlungen“ im Bereich der Gelenke
o   Schmerzen der Kiefergelenke
o   Morgensteifigkeit in Sehnen, Bändern und Muskeln, die Steifigkeit ist bei feuchtem und kaltem Wetter oft verstärkt und kann bis über eine Stunde andauern
o   Dauernde und oft bleierne Erschöpfung

Fühlen Sie sich angesprochen? 


Homöopathischer Rundbrief 

Fibromyalgie Teil II

Das „Fibromyalgie-Syndrom / FMS“, mögliche allgemeine
Ursachen, verstärkende Faktoren und Auslöser eines „Schubes“

 Um eine Erkrankung behandeln und mit ihr umgehen zu können sind 

o   das Wissen, 

o   das Erkennen 

o   und das Verstehen grundlegende Voraussetzungen. 

Nach wie vor ist „die Fibro“ nicht vollständig erforscht. Doch es gibt einige sehr interessante Ansatzpunkte und Erkenntnisse die sowohl für den Betroffenen als auch für den Behandler 
wegweisende Faktoren aufzeigen können. 

 

Fibromyalgie ist keinesfalls leicht zu verstehen und noch wenig leicht und klar einer Ursache zuzuordnen. Dieses Syndrom besteht nicht nur aus einer Vielzahl von Symptomen sondern 

ist auch auf eine große Anzahl von Möglichkeiten zu erkranken zurückzuführen. 

Versuchen wir gemeinsam dieses „Chamäleon“ näher kennen zu lernen. 



 

Haftungsausschluss: Die hier genannten Informationen ersetzen auf keinen Fall den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker und dienen allein der Vermittlung von Wissen. Die Autorin übernimmt keine Verantwortung für mögliche Schäden an der Gesundheit.